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Was ist die AGBF und woher kommt sie?
Wie organisiert sich die AGBF?
Was sind die Ziele der AGBF?
Die AGBF auf Landesebene  
 

 Was ist die AGBF und woher kommt sie?

 
In Deutschland ist das Feuerwehrwesen und grundsätzlich auch dessen Finanzierung die Aufgabe der Kommunen. Die Aufgaben der Feuerwehr werden von über 23.000 Freiwilligen Feuerwehren und in den Großstädten von Berufsfeuerwehren gemeinsam wahrgenommen. In Deutschland gibt es zur Zeit 101 Berufsfeuerwehren.

Die „Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF-Bund)“ ist der Zusammenschluss aller Berufsfeuerwehren. Die AGBF ist eine sich selbst tragende Vereinigung im Deutschen Städtetag (DST).

Die AGBF hat die Aufgabe, Erfahrungsaustausch zu pflegen, auf eine Koordination in wichtigen Fragen der Feuerwehren hinzuwirken sowie Grundsätze und Empfehlungen im Bereich des Feuerwehrwesens, des Rettungsdienstes, des Katastrophenschutzes und der Gefahrenabwehr auf dem Gebiete des Umweltschutzes zu entwickeln.

Neben der AGBF-Bund gibt es in jedem Land eine AGBF, 16 insgesamt. Sie bestehen aus den Leitern der Berufsfeuerwehren des jeweiligen Landes
 

 Wie organisiert sich die AGBF?

 

Vollversammlung

Der AGBF-Vollversammlung gehören alle Leiter der Berufsfeuerwehren an. Sie tritt alle 3 Jahre zusammen, sie wählt den Vorstand der AGBF für die Dauer von 6 Jahren.

Vorstand

Der Vorstand der AGBF besteht aus dem Vorsitzenden und 4 stellvertretenden Vorsitzenden. Er ist zuständig für die Leitung der AGBF-Bund, das Arbeitsprogramm, die Einsetzung und Auflösung von AGBF-Arbeitsgruppen im Benehmen mit dem Arbeitskreis Grundsatzfragen und im Einvernehmen mit der Hauptgeschäftsstelle des Deutschen Städtetages.
Vorsitzender der AGBF-Bund ist Klaus Maurer (Berufsfeuerwehr Hamburg).
Die stellvertretenden Vorsitzenden der AGBF sind: Ludwig Geiger (Feuerwehr Gera), Johannes Buchhauser (BF Regensburg), Karl-Heinz Knorr  (BF Bremen) und Stefan Neuhoff (Feuerwehr Köln).
Der Vorsitzende führt die AGBF-Bund im Benehmen mit den anderen Mitgliedern des Vorstandes. Der Vorsitzende kann Mitglieder des Vorstandes, Arbeitskreisvorsitzende oder Mitglieder mit Aufgaben betrauen.

Arbeitskreise

In der AGBF sind vier Arbeistkreise verankert, für nähere Informationen
<<hier klicken>>

Arbeitsgruppen

Zur Behandlung besonderer Fragen können mit zeitlich und fachlich begrenztem Auftrag Arbeitsgruppen gebildet werden. Sie sind dem jeweiligen Arbeitskreis zugeordnet. Ihre Arbeitsergebnisse sind Beratungsgegenstände des jeweiligen Arbeitskreises. Beispiele für Arbeitskreise der letzten Jahre: Arbeitszeit, Fußball-Weltmeisterschaft 2006, Katastrophenschutz, Korruptionsprävention, Leitstelle, Massenanfall von Verletzten (MANV), Feuerwehren im Rettungsdienst.    

 

 Was sind die Ziele der AGBF?

 
Auf der AGBF-Vollversammlung in Harrislee/Flensburg am 5. und 6. Mai 2004 wurden folgende Thesen diskutiert und verabschiedet:

Ausrichtung der Deutschen Feuerwehren auf Europa

Die AGBF fordert, die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren in den europäischen Staaten auf allen Ebenen zu fördern. Hierzu zählen insbesondere die Harmonisierung der Ausbildung und der Ausstattung sowie die Schaffung von Strukturen zur effektiven Zusammenarbeit bei Prävention und Gefahrenabwehr. Führungskräfte müssen auch über Fremdsprachenkenntnisse verfügen.

Berufsfeuerwehren als Kompetenzzentren der Gefahrenabwehr

Die Feuerwehren sind kompetente, allzeit verfügbare, kommunale Einrichtungen. Die AGBF fordert, in allen Städten mit Berufsfeuerwehr die Bereiche „Rettungsdienst“, „Brandbekämpfung“, „Technische Hilfeleistung“, „Vorbeugender Brand- und Umwelt-schutz“ sowie „Katastrophenschutz“ organisatorisch zusammenzuführen. Hierdurch werden sowohl die Hilfsmöglichkeiten als auch die Nutzung der Ressourcen optimiert.

Schlagkraft der Feuerwehren erhalten

Die AGBF fordert, beim Einsatzpersonal und bei der Ausstattung die erforderlichen Mittel bereitzustellen und keine weiteren Kürzungen vorzunehmen, um sowohl im Alltag als auch bei Großschadenslagen nach Unfällen, Naturereignissen oder Terroranschlägen eine schnelle und effektive Hilfe für die Bevölkerung gewährleisten zu können.

Vielfalt und Vielzahl der Leitstellen in Deutschland reduzieren

Die AGBF fordert, Integrierte Leitstellen für alle Bereiche der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz) deutsch-landweit zu schaffen. Diese Leitstellen sind wesentliches und eigenständiges Element der rückwärtigen Führungsunterstützung sowohl bei der kommunalen Gefahrenabwehr als auch im Katastrophenschutz. Technische und räumliche Zusammenfassungen von Leitstellen dürfen nicht zu einer Vermischung von polizeilicher und nichtpolizeilicher Gefahrenabwehr führen.

Einheitliche Führungsstrukturen für alle Länder überfällig

Die AGBF fordert, die Führungsstrukturen der Gefahrenabwehr des Bundes und in den Ländern sowie in den mitwirkenden Einrichtungen bundesweit zu vereinheitlichen. Die AGBF unterstützt den Bund und die Länder, das Management bei Großschadens-ereignissen und Katastrophen zu verbessern. Die AGBF wird sich mit erfahrenen Führungskräften sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene einbringen.

Organisation, Ausstattung und Ausbildung im Katastrophenschutz modernisieren

Die AGBF fordert, beim Katastrophenschutz die Mängel in der Organisation, der Ausstattung und der Ausbildung zu beseitigen. Hierzu hat die AGBF im Verbund mit dem deutschen Städtetag bereits im März 2002, 6 Monate nach dem 11. September 2001, ein Strategiepapier veröffentlicht. Nachfolgend wurden von der Innenministerkonferenz, vom Bundesministerium des Innern und anderen Bereichen diverse Konzepte entwickelt. Die politischen Entscheidungsträger müssen nach nunmehr zwei Jahren für eine zügige Umsetzung sorgen.

Die AGBF fordert Bund und Länder auf, entsprechend den gestiegenen Anforderungen an die Gefahrenabwehr in Großstädten und in Ballungsräumen, die Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren besser auszustatten. Dabei sind die Gefährdungsabschätzungen der Kommunen und der Länder vorrangig zu berücksichtigen.

Vorbereitung auf Einsätze mit sehr vielen Verletzen notwendig
Die AGBF fordert, die Maßnahmen zur Rettung und Versorgung von mehreren Hundert bis mehreren Tausend Verletzten zu planen, ressortübergreifend zu koordinieren sowie in realistischen Übungen zu erproben, denn Unfälle, Naturkatastrophen oder Terror-anschläge mit vielen Verletzten erfordern, insbesondere in Ballungsgebieten, eine enge Verzahnung von Rettungsdienst, Sanitätsdienst sowie Gesundheits- und Betreuungs-wesen.

Schaffung einer Unfallkasse „Feuerwehr“

Die AGBF fordert, im Zuge der Novellierung des Sozialgesetzbuches (SGB VII) für alle Angehörigen von Berufs-, Werk- und Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland eine Unfallkasse „Feuerwehr“ zu schaffen, um die Bereiche „Prävention“, „Behandlung“ und „Nachsorge“ sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Die AGBF hält es auch für erforderlich, Themen, wie Persönliche Schutzausrüstung, Bewertungen von Feuerwehr-Ausrüstung oder Unfallanalysen zentral zu bearbeiten.

Intensivierung der Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung

Die AGBF fordert, alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Bereichen „Erste Hilfe“, „Selbsthilfe“ und „Prävention“ zu unterweisen. Die Länder werden aufgefordert, an allen Kindergärten, Schulen, Hochschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen Aus- und Fortbildungen entsprechende Unterrichtsstunden aufzunehmen. Bund und Länder werden aufgefordert, die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen zur Unterweisung der Bevölkerung zu schaffen.

Besserer Brandschutz im Wohnbereich

Die AGBF fordert, in Deutschland – wie bereits in mehreren europäischen Staaten umgesetzt – Maßnahmen zur Prävention im Wohnbereich einzuführen. Hierzu gehören insbesondere die Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern sowie das Verbot leicht entflammbarer Polstermöbel und entflammbarer Gehäuse von Elektrogeräten.

 
Die AGBF auf Landesebene
 
AGBF-Baden-Württemberg Vorsitz:
Volker Velten (Feuerwehr Pforzheim)
AGBF-Bayern Vorsitz:
Wolfgang Schäuble (Feuerwehr München)
AGBF-Berlin Vorsitz:
Wilfried Gräfling (Berliner Feuerwehr)
AGBF-Brandenburg Vorsitz:
Wolfgang Hülsebeck (Feuerwehr Potsdam)
AGBF-Bremen Vorsitz:
Karl Heinz Knorr (Feuerwehr Bremen)
AGBF-Hamburg Vorsitz:
Klaus Maurer (Feuerwehr Hamburg)
AGBF-Hessen Vorsitz:
Uwe Sauer (Feuerwehr Offenbach a. M.)
AGBF-Mecklenburg-Vorpommern Vorsitz:
Wilfried Behncke (Feuerwehr Rostock)
AGBF-Niedersachsen Vorsitz:
Claus Lange (Feuerwehr Hannover)
AGBF-Nordrhein-Westfalen Vorsitz:
Stephan Neuhoff (Feuerwehr Köln)
AGBF-Rheinland-Pfalz Vorsitz:
Konrad Schmitt (Feuerwehr Kaiserslautern)
AGBF-Saarland Vorsitz: Dr. Roland Demke (Feuerwehr Saarbrücken)
AGBF-Sachsen Vorsitz:
Andreas Rümpel (Feuerwehr Dresden)
AGBF-Sachsen-Anhalt Vorsitz:
Helge Langenhahn (Feuerwehr Magdeburg)
AGBF-Schleswig-Holstein Vorsitz:
Oliver Bäth (Feuerwehr Lübeck)
AGBF-Thüringen Vorsitz:
Ludwig Geiger (Feuerwehr Gera)
 
Letzte Aktualisierung ( Montag, 10 Mai 2010 )
 
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