Wir über uns

Was ist die AGBF und woher kommt sie?

In Deutschland ist das Feuerwehrwesen und grundsätzlich auch dessen Finanzierung die Aufgabe der Kommunen. Die Aufgaben der Feuerwehr werden von ca. 23.000 Freiwilligen Feuerwehren und in den Großstädten von Berufsfeuerwehren gemeinsam wahrgenommen. In Deutschland gibt es zur Zeit 109 Berufsfeuerwehren.

Die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF Bund) ist der Zusammenschluss aller Berufsfeuerwehren. Die AGBF ist eine sich selbst tragende Vereinigung im Deutschen Städtetag (DST).

 

Die AGBF hat die Aufgabe, Erfahrungsaustausch zu pflegen, auf eine Koordination in wichtigen Fragen der Feuerwehren hinzuwirken sowie Grundsätze und Empfehlungen im Bereich des Feuerwehrwesens, des Rettungsdienstes, des Katastrophenschutzes und der Gefahrenabwehr auf dem Gebiete des Umweltschutzes zu entwickeln. Neben der AGBF Bund gibt es in jedem der 16 Bundesländern eine AGBF. Sie bestehen aus den Leitern der Berufsfeuerwehren des jeweiligen Bundeslandes.


 

Vollversammlung

Der AGBF-Vollversammlung gehören alle Leiter der Berufsfeuerwehren in Deutschland an. Sie tritt alle 3 Jahre zusammen, sie wählt den Vorstand der AGBF für die Dauer von 6 Jahren.

 

Vorstand

Der Vorstand der AGBF besteht aus dem Vorsitzenden und 4 stellvertretenden Vorsitzenden. Er ist zuständig für die Leitung der AGBF-Bund, das Arbeitsprogramm, die Einsetzung und das Auflösen von AGBF Arbeitsgruppen und Fachausschüssen im Benehmen mit dem Arbeitskreis Grundsatzfragen und im Einvernehmen mit der Hauptgeschäftsstelle des Deutschen Städtetages und bei den Fachausschüssen mit dem DFV.
Vorsitzender der AGBF-Bund ist Jochen Stein (Berufsfeuerwehr Bonn).

Die stellvertretenden Vorsitzenden der AGBF sind: Johannes Buchhauser (BF Regensburg), Mathias Herenz (Feuerwehr Greifswald),
Karl-Heinz Knorr (BF Bremen) und Thomas Lembeck (BF Essen). Der Vorsitzende führt die AGBF-Bund im Benehmen mit den anderen Mitgliedern des Vorstandes. Der Vorsitzende kann Mitglieder des Vorstandes, Arbeitskreisvorsitzende / Fachausschussvorsitzende oder sonstige Mitglieder mit Aufgaben betrauen.

Um die oben beschriebenen Aufgaben zu verwirklichen hat die AGBF Bund Arbeitskreise sowie im Zusammenschluss mit dem DFV Fachausschüsse gebildet.

Arbeitskreise

Die Arbeitskreise sind Gremium der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF-Bund). Die Mitglieder in den Arbeitskreisen setzten sich aus Fachexperten der Berufsfeuerwehren im Inland sowie Experten und Gäste für die einzelnen Themen aus der vfdb und Vertreter aus dem benachbarten europäischen Ausland zusammen.

Detaillierte Informationen zu den Arbeitskreisen erhalten Sie hier.

 

Fachausschüsse

Die Fachausschüsse sind gemeinsames Gremium der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF-Bund) und des Deutschen Feuerwehrverbandes. Die Mitglieder in den Fachausschüssen setzen sich paritätisch aus AGBF und DFV zusammen. Ergänzt werden die Fachausschüsse durch Gäste, der vfdb und Vertreter aus dem benachbarten europäischen Ausland.

Detaillierte Informationen zu den Fachausschüssen erhalten Sie hier.

 

Arbeitsgruppen

Zur Behandlung besonderer Fragen können mit zeitlich und fachlich begrenztem Auftrag Arbeitsgruppen gebildet werden. Sie sind dem jeweiligen Arbeitskreis zugeordnet. Ihre Arbeitsergebnisse sind Beratungsgegenstände des jeweiligen Arbeitskreises. Beispiele für Arbeitskreise der letzten Jahre: Arbeitszeit, Fußball-Weltmeisterschaft 2006, Katastrophenschutz, Korruptionsprävention, Leitstelle, Massenanfall von Verletzten (MANV), Feuerwehren im Rettungsdienst.




Auf der AGBF-Vollversammlung in Harrislee/Flensburg am 5. und 6. Mai 2004 wurden folgende Thesen diskutiert und verabschiedet:

 

  • Ausrichtung der Deutschen Feuerwehren auf Europa: Die AGBF fordert, die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren in den europäischen Staaten auf allen Ebenen zu fördern. Hierzu zählen insbesondere die Harmonisierung der Ausbildung und der Ausstattung sowie die Schaffung von Strukturen zur effektiven Zusammenarbeit bei Prävention und Gefahrenabwehr. Führungskräfte müssen auch über Fremdsprachenkenntnisse verfügen.
     
  • Berufsfeuerwehren als Kompetenzzentren der Gefahrenabwehr: Die Feuerwehren sind kompetente, allzeit verfügbare, kommunale Einrichtungen. Die AGBF fordert, in allen Städten mit Berufsfeuerwehr die Bereiche Rettungsdienst, Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung, Vorbeugender Brand- und Umweltschutz sowie Katastrophenschutz organisatorisch zusammenzuführen. Hierdurch werden sowohl die Hilfsmöglichkeiten als auch die Nutzung der Ressourcen optimiert.
     
  • Schlagkraft der Feuerwehren erhalten: Die AGBF fordert, beim Einsatzpersonal und bei der Ausstattung die erforderlichen Mittel bereitzustellen und keine weiteren Kürzungen vorzunehmen, um sowohl im Alltag als auch bei Großschadenslagen nach Unfällen, Naturereignissen oder Terroranschlägen eine schnelle und effektive Hilfe für die Bevölkerung gewährleisten zu können.
     
  • Vielfalt und Vielzahl der Leitstellen in Deutschland reduzieren: Die AGBF fordert, Integrierte Leitstellen für alle Bereiche der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz) deutsch-landweit zu schaffen. Diese Leitstellen sind wesentliches und eigenständiges Element der rückwärtigen Führungsunterstützung sowohl bei der kommunalen Gefahrenabwehr als auch im Katastrophenschutz. Technische und räumliche Zusammenfassungen von Leitstellen dürfen nicht zu einer Vermischung von polizeilicher und nichtpolizeilicher Gefahrenabwehr führen.
     
  • Einheitliche Führungsstrukturen für alle Länder überfällig: Die AGBF fordert, die Führungsstrukturen der Gefahrenabwehr des Bundes und in den Ländern sowie in den mitwirkenden Einrichtungen bundesweit zu vereinheitlichen. Die AGBF unterstützt den Bund und die Länder, das Management bei Großschadensereignissen und Katastrophen zu verbessern. Die AGBF wird sich mit erfahrenen Führungskräften sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene einbringen.
     
  • Organisation, Ausstattung und Ausbildung im Katastrophenschutz modernisieren: Die AGBF fordert, beim Katastrophenschutz die Mängel in der Organisation, der Ausstattung und der Ausbildung zu beseitigen. Hierzu hat die AGBF im Verbund mit dem deutschen Städtetag bereits im März 2002, 6 Monate nach dem 11. September 2001, ein Strategiepapier veröffentlicht. Nachfolgend wurden von der Innenministerkonferenz, vom Bundesministerium des Innern und anderen Bereichen diverse Konzepte entwickelt. Die politischen Entscheidungsträger müssen nach nunmehr zwei Jahren für eine zügige Umsetzung sorgen.

    Die AGBF fordert Bund und Länder auf, entsprechend den gestiegenen Anforderungen an die Gefahrenabwehr in Großstädten und in Ballungsräumen, die Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren besser auszustatten. Dabei sind die Gefährdungsabschätzungen der Kommunen und der Länder vorrangig zu berücksichtigen.
     
  • Vorbereitung auf Einsätze mit sehr vielen Verletzen notwendig: Die AGBF fordert, die Maßnahmen zur Rettung und Versorgung von mehreren Hundert bis mehreren Tausend Verletzten zu planen, ressortübergreifend zu koordinieren sowie in realistischen Übungen zu erproben, denn Unfälle, Naturkatastrophen oder Terror-anschläge mit vielen Verletzten erfordern, insbesondere in Ballungsgebieten, eine enge Verzahnung von Rettungsdienst, Sanitätsdienst sowie Gesundheits- und Betreuungs-wesen.
     
  • Schaffung einer "Unfallkasse Feuerwehr": Die AGBF fordert, im Zuge der Novellierung des Sozialgesetzbuches (SGB VII) für alle Angehörigen von Berufs-, Werk- und Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland eine Unfallkasse Feuerwehr zu schaffen, um die Bereiche Prävention, Behandlung und Nachsorge sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Die AGBF hält es auch für erforderlich, Themen, wie Persönliche Schutzausrüstung, Bewertungen von Feuerwehr-Ausrüstung oder Unfallanalysen zentral zu bearbeiten.
     
  • Intensivierung der Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung: Die AGBF fordert, alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Bereichen Erste Hilfe, Selbsthilfe und Prävention zu unterweisen. Die Länder werden aufgefordert, an allen Kindergärten, Schulen, Hochschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen Aus- und Fortbildungen entsprechende Unterrichtsstunden aufzunehmen. Bund und Länder werden aufgefordert, die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen zur Unterweisung der Bevölkerung zu schaffen.
     
  • Besserer Brandschutz im Wohnbereich: Die AGBF fordert, in Deutschland – wie bereits in mehreren europäischen Staaten umgesetzt – Maßnahmen zur Prävention im Wohnbereich einzuführen. Hierzu gehören insbesondere die Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern sowie das Verbot leicht entflammbarer Polstermöbel und entflammbarer Gehäuse von Elektrogeräten.

 

wappen baden wuerttemberg AGBF Baden-Württemberg Vorsitz:
Georg Belge (Feuerwehr Heidelberg)
AGBF Bayern Vorsitz:
Wolfgang Schäuble (Feuerwehr München)
  AGBF Berlin Vorsitz:
Karsten Homrighausen (Berliner Feuerwehr)
AGBF Brandenburg Vorsitz:
Ralf Krawinkel (Berufsfeuerwehr Potsdam)
  AGBF Bremen Vorsitz:
Karl Heinz Knorr (Feuerwehr Bremen)
  AGBF Hamburg Vorsitz:
Christian Schwarz (Feuerwehr Hamburg)
AGBF Hessen Vorsitz:
Uwe Sauer (Feuerwehr Offenbach a. M.)
  AGBF Mecklenburg-Vorpommern Vorsitz:
Johann Edelmann (Feuerwehr Rostock)
  AGBF Niedersachsen Vorsitz:
Martin Schäfer (Feuerwehr Göttingen)
  AGBF Nordrhein-Westfalen Vorsitz:
Thomas Lembeck (Feuerwehr Essen)
  AGBF Rheinland-Pfalz Vorsitz:
Martin Spehr (Feuerwehr Mainz)
  AGBF Saarland Vorsitz:
Josef Schun (Feuerwehr Saarbrücken)
  AGBF Sachsen Vorsitz:
Andreas Rümpel (Feuerwehr Dresden)
  AGBF Sachsen-Anhalt Vorsitz:
Helge Langenhahn (Feuerwehr Magdeburg)
  AGBF Schleswig-Holstein Vorsitz:
Sven Kasulke (Feuerwehr Neumünster)
  AGBF Thüringen Vorsitz:
Alexander Philipp (Feuerwehr Weimar)